NEUSEELAND – ULTIMATIVER REISEGUIDE

NEUSEELAND ROAD TRIP

3 WOCHEN MIT DEM CAMPER AUF NORD- & SÜDINSEL

In diesem Beitrag erfährst du alles über unseren Neuseeland Road Trip. 23 Tage bereisen wir die Nord- und Südinsel. Wir geben Tipps zur Planung, die besten Sehenswürdigkeiten, einen Überblick über unsere Ausgaben, die besten Campingplätze, Geheimtipps vor Ort und alles was du sonst noch wissen musst. Lass dich zusätzlich inspirieren von zahlreichen Fotos und am Ende buchst du vielleicht schon morgen dein Flugticket ans andere Ende der Welt!

South Island Neuseeland

Neuseeland – ganz klar mit auf unserer Reise-Bucketlist, aber irgendwie dennoch so fern. Das ist doch viel zu weit, Flüge sind unbezahlbar und 3 Wochen lohnen sich doch gar nicht. Ja so denken die meisten und vielleicht auch wir anfänglich. Aber all diese Bedenken waren umsonst.

Wir wohnen in Berlin. Würde man sich von hier einmal senkrecht durch die Erdkugel bohren, kommt man im Südpazifik raus, nur ein paar hundert Kilometer südöstlich von Neuseeland. 18.174km liegen zwischen Berlin und Christchurch, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Ok das fühlt sich wirklich verdammt weit weg an.

Lake Pukaki
Lake McGregor

Mit gepackten Rucksäcken, einem groben Plan, unendliche Vorfreude und einem breiten Grinsen im Gesicht geht es für uns los.

Was wird uns wohl erwarten. Traumhafte Strände, imposante Berge, hunderte Wasserfälle, Herden von Schafen, Sonneschein, Maori, unendliche Weiten, Pinguine, Vulkane und vieles mehr. Was für eine unglaubliche Vorstellung und doch reichte diese bei weitem nicht aus, um sich die wahre Schönheit dieses Landes auch nur annähernd auszumalen.

Für uns war schnell klar, diesen Neuseeland Road Trip machen wir mit einem Camper. Wir wollten unabhängig sein, flexibel entscheiden wohin wir fahren und wie lange wir bleiben möchten. Gefällt es uns irgendwo, machen wir Stopp. Treibt uns die Neugierde, fahren wir weiter. Das Gefühl von Freiheit, sich treiben zu lassen und den inneren Abenteuergeist zu wecken, all das bietet uns keine Busverbindung oder ein Tourenanbieter. Und um es vorwegzunehmen, es ist schwer nicht alle hundert Meter rechts ranzufahren und die Schönheit der Landschaft zu genießen und Fotos zu schießen.

Die anfänglichen Kosten eines Campers mögen den ein oder anderen abschrecken, aber lass dir gesagt sein, diese relativieren sich recht schnell. Du hast Transportmittel und Unterkunft in einem, sowie die Möglichkeit der Selbstverpflegung. Hier wirst du schnell merken, wie du jede Menge Geld sparen kannst.

Inhalt



Mietwagen - Die beste Möglichkeit Neuseeland zu bereisen

Gebucht haben wir unseren Camper vorab. Ja ok, die Auswahl ist riesig und man verliert schnell den Überblick. Welches Angebot ist gut? Benötige ich ein großes Wohnmobil oder reicht ein Van mit Kochmöglichkeit? Welcher Preis ist am besten?

North Island Neuseeland
Neuseeland Nordinsel

 

Camperdays

Ich empfehle dir die Buchungsplattform https://www.camperdays.de/. Nachdem ich zahlreiche Anbieter recherchiert habe, bin ich auf dieses Portal gestoßen. Die Suchanfrage ist simpel, Abholort, Abgabeort und Zeitraum. Als Ergebnis erhältst du eine riesige Auswahl an verfügbaren Fahrzeugen. Das Gute hierbei ist, es werden sämtliche Anbieter gelistet, wie Apollo, Jucy, Maui und Britz. Bevor du also jeden Anbieter einzeln durchsuchst bekommst du hier den direkten Vergleich. Filter nach Kapazität, Ausstattung oder nach Fahrzeugtyp. Du bekommst einen Überblick der Kosten, mit allen Konditionen und hast zusätzlich die Möglichkeit dein Angebot weiter zu konfigurieren, um deine bestmögliche Ausstattung zu erhalten.

Unsere Auswahl fiel auf einen Campervan von Apollo, das Modell „Hippie Endeavour“. Zusätzlich zum top Preisleistungsverhältnis hat uns der Name direkt angesprochen und das Bild eines Roadtrips für uns vervollständigt.

Das Modell ist für 4 Personen geeignet, bietet dementsprechend auch bis zu 4 Schlafplätze. Es hat eine eingebaute Küche mit Gasherd, eine Sitzbank, ausklappbare Tische, Campingstühle und Tisch sind mit dabei, diverse Klappschränke und alles was du für deinen Roadtrip benötigst, ….außer ein Klo. Allerdings war das für uns nicht nötig, da du an jeder Ecke meist ein stilles Örtchen vorfindest.

Tipp: Buche mindesten 3 Monate im Voraus. Gerade zur Hauptsaison Dezember – Februar können die Preise sonst noch mehr steigen und vieles ist auch bereits ausgebucht.

Absoluter Geheimtipp: Camper mieten für $1!!! Ja du hast richtig gelesen, das geht. Solltest du mehrere Wochen oder sogar Monate Zeit haben, bieten fast alle Camper Vermietungen Fahrzeugüberführungen an, sogenannte Relocations. Hier werden Leute gesucht, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums Fahrzeuge/Camper von A nach B überführen. Das können verschiedenen Strecken sein u.a. Christchurch nach Auckland. Du zahlst einen obligatorischen Dollar für den Camper, kannst ihn vollständig nutzen, musst nur an einem bestimmten Datum am Abgabeort sein. Klar das sind keine 2 Wochen, sondern meist ein paar Tage. Aber wenn du flexibel bist und verschiedene Teilabschnitte so bereisen magst, eine super Möglichkeit. Du erhältst sogar einen garantierten Betrag für Benzinkosten zurück gegen Vorlage des Tankbelegs.

Check einfach mal:

Apollo Relocation (oder schau einfach bei den jeweiligen Anbietern)

Rundreise Neuseeland
Road to Mount Cook

Fahren in Neuseeland

Wichtig: Du benötigst einen internationalen Führerschein für Neuseeland. Dieser gilt nur in Kombination mit deinem nationalen Führerschein. Diesen kannst du bei deinem Bürgeramt beantragen (Kosten €15 | Gültigkeit 2 Jahre). Ohne diesen kannst du auch kein Fahrzeug anmieten.

Achtung, es gilt Linksverkehr in Neuseeland! Oh ja das ist ein Spaß… Du sitzt also sozusagen auf dem Beifahrersitz und fährst wie ein Geisterfahrer auf der „falschen Spur“. Aber keine Sorge, du wirst dich schnell daran gewöhnen. Anfänglich schätzt man den Abstand zum Fahrbahnrand etwas falsch ein. Das „größte Problem“ jedoch bleibt die Verwechslung von Blinker und Scheibenwischer, ja auch diese sind vertauscht. Anfänglich biegen wir also mit dem Aktivieren des Scheibenwischers ab oder blinken bei Regen haha. Und noch witziger, wieder angekommen in Deutschland passiert uns genau das Gegenteil. Wir haben uns so an den Linksverkehr gewöhnt, so dass wir nun hier alles verwechseln.

In Neuseeland gilt ein Tempolimit von 100 Km/h. Für uns Deutsche mag das sehr langsam klingen, aber mal ehrlich – wer möchte durch so eine traumhafte Landschaft hetzen. Also take it easy und genieße die Fahrt!

Die Benzinpreise liegen ungefähr bei $2.13 pro Liter.

Flug buchen - Skyscanner

Unsere Flüge haben wir knapp 5 Monate im Voraus gebucht. Als Buchungsplattform nutzen wir in diesem Fall Skyscanner. Hier haben wir die Möglichkeit flexibel nach Datum, sowie einem Gabelflug zu schauen. Als Tipp, schaue an verschiedenen Wochentagen (oft sind Anfang der Woche und am Wochenende die Preise höher), sowie an verschiedenen Uhrzeiten über den Tag verteilt. Weiterhin nutze unterschiedliche Endgeräte bei der Flugsuche (Handy, Laptop, Computer). Hast du einen Flug gefunden, vergleiche über die Flugsuche bei Google und bei der Fluggesellschaft direkt. All das kann dir den einen oder anderen Euro ersparen bei der Buchung.

Unsere Route:

Hin:        Berlin – Amsterdam – Guangzhou – Christchurch

Flugzeit: 47h20

Zurück:  Auckland – Guangzhou – Amsterdam – Berlin

Flugzeit: 35h25

Beim Hinflug hatten wir einen relativ langen Stopover in Guangzhou. Du hast ab jetzt die Möglichkeit als deutscher Staatsbürger bis zu 72h Visa frei einzureisen, wenn du innerhalb dieser Zeit einen Anschlussflug hast. Wir hatten einen 20h Aufenthalt und haben uns daher relativ günstig für ein Airport Hotel entschieden, das Swisstouches Guangzhou Hotel Residences. Die Buchung erfolgte über booking.com So haben wir ein wenig Schlaf bekommen, konnten uns frisch machen und ein Frühstück genießen.

Beim Rückflug war der Stopover in Guangzhou nur 7h. Bedenkt man dass der Transit schon etwa eine Stunde beansprucht, sowie das Boarding des Anschlussfluges circa eine Stunde vor Abflug ist, blieben uns 5 Stunden. Da wir schon des Öfteren über Guangzhou geflogen sind, haben wir mittlerweile unseren Stammasiaten im Flughafenterminal.

Noch mehr Tipps, wie Du Deinen perfekten und günstigen Flug buchst, haben wir für Dich in einem Beitrag zusammengefasst!

Unterkunft - Booking.com

Da wir einen Camper für den Großteil der Reise hatten, benötigten wir ausschließlich für den Tag der Ankunft und vor Anmietung des Campers ein Hotel, sowie für die Nacht vor dem Abflug. Außerdem, um uns den Stopover auf dem Hinflug erträglicher zu machen, haben wir ein Airport Hotel in Guangzhou gebucht.

Guangzhou Airport Hotel

Jucy Snooze Christchurch

Naumi Airport Hotel

Alle Hotels haben wir über Booking.com gebucht. Da wir regelmäßig über dieses Plattform buchen, , haben wir bereits den Status eines Vielreisenden „Genius“ der Stufe 2. Bekommst du diesen Status, erhältst du bei fast allen Angeboten zusätzliche Vorteile. Dies kann in Form von Zusatzrabatten sein, aber auch Zimmer-Upgrade oder kostenfreies Frühstück. Den Genius Level 1 Status erhält man bereits ab 2 abgeschlossenen Buchungen innerhalb der letzten 2 Jahre. Je mehr Buchungen du tätigst, desto höher wird dein Level.

VISUM

Für Reisen nach Neuseeland ist seit dem 01. Oktober 2019 eine elektronische Reisegenehmigung nötig. Die „New Zealand electronic Travel Authority“ (NZeTA) oder kurz ETA solltest du mindestens 72 Stunden vor Antritt deiner Reise online beantragen.

Die Kosten betragen $12 Neuseeland-Dollar (rund 7,20 Euro) bei Online-Beantragung, zusätzlich wird laut Auswärtigem Amt eine Touristenabgabe in Höhe von derzeit 35 Dollar (21,10 Euro) fällig. Insgesamt zahlen wir also $47, das entspricht ca. €27.

Gültigkeit: zwei Jahre: Innerhalb dieses Zeitraums für beliebig viele Einreisen für die Dauer von jeweils maximal 90 Tagen.

Hier kannst du dein Visum beantragen:

https://www.newzealandeta.com/de



Wann ist die beste Reisezeit für Neuseeland?

Das Wetter in Neuseeland ist unberechenbar. Man sagt nicht umsonst, dass man problemlos alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben kann. Und genau das können wir bestätigen. Es ist nicht unüblich dass du bei herrlichem Sonnenschein aufwachst und sobald das Frühstück bei traumhaftem Ausblick auf dem Campingtisch gerichtet ist, fängt es an zu regnen oder der Wind bläst dir das Müsli aus der Schüssel!

Nugget Point Lighthouse Viewpoint
Nugget Point Lighthouse

Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel. Es herrschen auch hier 4 Jahreszeiten, die allerdings genau entgegengesetzt zu denen in Europa sind. Ist in Deutschland Winter, so ist in Neuseeland Sommer. Daher ist tendenziell der neuseeländische Sommer am besten geeignet für eine Reise, was grob Dezember bis Februar ist. Für uns, die gerne dem heimischen Winter entfliehen, also perfekt.

Generell herrscht in Neuseeland ein gemäßigtes Klima mit kaum Wetterextremen. Es gibt jedoch regionale Unterschiede in Neuseeland. Grundsätzlich kann man sagen, auf der Nordinsel, speziell im Osten scheint öfter die Sonne und es fällt weniger Regen als auf der Südinsel, speziell an der Westküste.

Die Sommer in Neuseeland sind nicht zu heiß (wie in Australien zum Beispiel) und die Tage sind lang (Sonnenaufgang ist ca. 5.45 und es wird erst nach 21 Uhr dunkel).

Allerdings ist auch Hochsaison für ausländische Touristen, es ist somit überall etwas voller und die Preise steigen. Wir waren im Januar dort und zur gleichen Zeit sind Sommerferien in Neuseeland, sprich auch die Einheimischen begeben sich in ihren wohlverdienten Urlaub.

Klima auf der Nordinsel

Auf der Nordinsel gibt es mehr Sonnenstunden und weniger Niederschläge als auf der Südinsel. Je nördlicher man kommt, herrscht ein subtropisches Klima – Die Winter sind mild und die Sommermonate sind warm. Für alle Strandliebhaber, Sonnenanbeter und Surfer heißt es hier, ab ans Meer!

Klima auf der Südinsel

Auf der Südinsel ist es grundsätzlich etwas kühler als auf der Nordinsel. Tendenziell ist die Ostlüste milder und trockener. Wohin gegen es an der Westküste häufiger regnet, es etwas kühler und windiger ist. Für Outdoor-Liebhaber ist die Südinsel allerdings ein Muss mit ihren wilden Stränden, imposanten Gebirgsketten und faszinierenden Landschaften.



Apps die wir für die Reise genutzt haben

Campermate

Dies ist eine großartige App für Australien und Neuseeland. Es gibt eine Fülle von Reiseinformationen von Offline-Karten, Campingplätzen, Rastplätzen, öffentlichen Toiletten und vielem mehr. Wir haben fast ausschließlich diese App genutzt, um unseren täglichen Campingspot zu finden.

HERE WeGo

Diese kostenlose App ist auf außereuropäischen Reisen sehr praktisch. Man kann über das WLAN Karten herunterladen und diese dann auch offline verwenden. Gerade in Neuseeland, wo man speziell auf der Südinsel hier und dort kein Empfang hat, ist dies sehr hilfreich. Außerdem haben wir uns u.a. damit ein überteuertes Navigationsgerät gespart.





Was kostet dich eine 3-wöchige Rundreise in Neuseeland?

Angaben in Euro €

Camper               €2.660 / 20 Tage  $250 Kaution vor Ort (diese erhältst du bei Abgabe des Campers zurück)

Flüge                   €1.729 Hin- und Rückflug ab Berlin | China Southern Airlines & KLM

Einkäufe             €365 – wir haben uns fast ausschließlich 3 Wochen selbst versorgt

Restaurant         €450 – wir waren gelegentlich “auswärts” essen und in Cafes

Touren              €863 – Milford Sound Tour | Kaikoura Whale Watching | Abel Tasman Tour | Autofähre | Surfen

Benzin                €498 (4369 km)

Camping             €348 – wir waren 20 Nächte unterwegs, davon 4 kostenfrei, den Rest auf Campinplätzen und       kleineren Campsites

Sim Card             €35 (10GB Sim Card gekauft am Flughafen in  Christchurch)

Hotels                €228 – Guangzhou Airport Hotel €60 | Jucy Snooze Christchurch €53 |Naumi Airport Hotel €115

Fähre                   €184 Picton nach Wellington

Visum                  €54 für 2 Pax

Internationaler Führerschein     €30 für 2 Pax

Gesamtkosten für 2 Personen: €7.445

Kosten pro Person (inkl. Flüge): €3.722

Die Kosten können natürlich individuell variieren. Insgesamt haben wir an nichts gespart und all das getan, wozu wir Lust hatten, gleichzeitig haben wir es aber auch nicht übertrieben. Wir haben uns größtenteils selbstversorgt, benötigten nur 3 Hotelübernachtungen und haben zwischendrin auch kostenfreie Stellplätze für die Nacht gefunden. Man kann selbstverständlich mehr Touren und Aktivitäten wie Bungee-Jumping, Helikopter Flüge, Kajaktouren und vieles mehr wahrnehmen, aber man kann auch noch günstiger reisen und an Hotels, Camper und Touren sparen.

Aber wozu ans andere Ende der Welt reisen und auf jeglichen Spaß verzichten

Raglan
Nganurui Beach




3 Wochen Neuseeland-Rundreise – Unsere Reiseroute!

Tag 1

Ankunft in Christchurch

Nach fast zwei Tagen Anreise, drei endlosen Flügen und 12 Stunden Zeitverschiebung sind wir 17 Uhr in Christchurch gelandet. Noch schnell am Flughafen Geld abheben (mit Visa und ohne Limit) und eine lokale SIM Karte besorgt (Spark NZ – lokaler Anbieter mit über 90% Netzabdeckung / Kosten $59 für 10GB, 200 Freiminuten u.a. nach Deutschland, kleinere Datenpakete auch verfügbar) und ab zum Hotel.

Da auch die Gepäckausgabe und Einreise erstaunlich schnell geht, sind wir schon kurze Zeit später in unserem Jucy Snooze Airport Hotel für die erste Nacht. Das Hotel bietet einen kostenfreien Shuttle vom Flughafen an. Einfach kurz Anrufen und kurze Zeit später ist jemand da. Es liegt einen Steinwurf vom Flughafen entfernt und Nahe an sämtlichen Autovermietungen, was ideal für uns ist.

Hier gilt es etwas zu entspannen, alle Akkus nochmal laden und voller Energie (im wahrsten Sinne des Wortes) ins Abenteuer Road Trip zu starten am nächsten Morgen.

Fußläufig vom Hotel gibt es einen Platz, den Spitfire Square, mit diversen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Unsere Wahl für das Dinner fällt auf Burger Fuel. Bio Burger & Fritten für 2 Pax $34. Absolut empfehlenswert!

Tipp zur Einreise:

Vermeide jegliche Art von Nahrungsmittel in deinem Gepäck, weder im Hand-, noch im Aufgabegepäck. Auch nicht die Kekse aus dem Flugzeug. Hier kann es zu sehr strengen Kontrollen kommen und diesen Stress möchte keiner zum Beginn seiner Reise!

Tag 2

Camper Abholung | Christchurch nach Lake Tekapo

Fahrzeit 2h30

Ausgeschlafen und voller Tatendrang geht es für uns nach einem kleinen Frühstück zur Abholstation von Apollo. Ein kostenfreier Shuttle holt uns am Hotel ab. Die Verleihstation ist lediglich 5-10min Fahrzeit von unserem Hotel entfernt.

Die Übergabe dauert ca. eine Stunde, da relativ viel Andrang ist. Wir machen uns mit dem Camper vertraut, beschnuppern uns gegenseitig, schließlich müssen wir nun 3 Wochen miteinander auskommen!

Der erste Weg führt uns zurück zum Spitfire Square, um den ersten Großeinkauf zu erledigen und uns mit Proviant einzudecken. Es gibt einen großen Supermarkt COUNTDOWN. Zu Vergleichen mit Kaufland.

Unsere Einkaufsliste für einen Camper Road Trip in Neuseeland findest du hier: Road-Trip-Shopping-List

Unser erstes Ziel nach dem wir den Camper bezogen haben ist Lake Tekapo. Für die Strecke von 225km benötigten wir ca. 2h30 Stunden.

Lake Tekapo liegt relativ im Zentrum der Südinsel und ist umgeben von den imposanten Southern Alps. Dieses Naturschauspiel, wenn ein in türkis strahlender See auf eine Bergkulisse trifft, ist sagenhaft.  

Absolut empfehlenswert, wenn ihr aus Richtung Christchurch kommt, sind die berühmten Lupine Flowers. Etwa 1 Kilometer bevor es rechts zur berühmten Church of the Good Sheppard geht, erscheint auf der rechten Seite eine riesiges Blumenfeld. Die perfekte Kulisse für ein kleines Fotoshooting.

Im Anschluss stoppen wir für einen Spaziergang um die Church of the Good Sheppard. Leider wimmelt es hier von Touristen. Dennoch ist es traumhaft schön, am See entlang zu schlendern und die Aussicht zu genießen.

Wir fahren anschließend einen kleinen Weg rechts am See entlang und gelangen abseits aller Leute und Parkplätze an eine abgelegene Badestelle. Hier genießen wir den Rest des Nachmittags.


Übernachtung

Die erste Nacht im Camper und gleichzeitig die Silvesternacht verbringen wir an einem idyllischen Freedom Camp Site am Lake McGregor, McGregor Lake Campground. Dieser liegt direkt am See und unweit des Lake Tekapo. Es gibt keine Duschen, nur Plumsklos und die Möglichkeit Geschirr zu spülen. Mehr brauchen wir auch nicht. Das Gefühl von Freiheit macht sich breit.

Wir kochen unser erstes Dinner, öffnen eine Flasche Wein und strahlen vor lauter Glück. Wir sehen in dieser Silvesternacht das erste Mal die Milchstraße direkt über unserem Camper und werden daran erinnert wie glücklich uns das Reisen macht.

Kosten $10 pro Person (in einem Umschlag am Eingang des Campingplatzes einzuwerfen)

Rundreise Neuseeland
Lupins
Pura Vida Bracelet
Lupins Neuseeland
Lake Tekapo
Lupins Girl
Lupins Lake Tekapo
Lupins Flowers

Tag 3

Lake Tekapo nach Lake Hawea | Hooker Valley Track & Mount Cook

Den Morgen beginnen wir mit einem Sprung in den kristallklaren See.

Happy New Year!

Wir machen uns zeitig auf den Weg. Es geht in den Aoraki Mount Cook National Park.

Allein die Fahrt hier hin ist ein Highlight für sich. Noch nie sind wir auf solch einer schönen Panoramastraße unterwegs gewesen. Wir bekommen den Mund kaum mehr zu vor lauter Staunen und wow! Die Fahrzeit vom Lake Tekapo beträgt ca. 2h00 inklusive zahlreicher Foto-Stopps. Hätten wir mehr Zeit, kann man auch gut einen ganzen Tag auf dieser Strecke verbringen. Einfach traumhaft! Die Straße zum Mount Cook führt größtenteils entlang am Lake Pukaki.

Hooker Valley Track

Wir kommen gegen 10 Uhr an unserem ersten Stopp, dem Hooker Valley Track an. Wahrscheinlich einer der bekanntesten Tracks in Neuseeland, zumindest das Fotomotiv hat jeder Neuseelandreisende direkt vor Augen. Für den Track benötigen wir etwa 3 Stunden hin und zurück. Dieser führt bis zu einem Gletschersee mit Rastmöglichkeit und bietet dir bei gutem Wetter einen sagenhaften Blick auf den Mount Cook.

Solltet ihr mehr Zeit haben oder euch zum Sonnenaufgang auf den Track begeben wollen, es gibt einen DOC Campsite direkt am Startpunkt vom Hooker Valley Track. Es ist schwer einen spektakuläreren Campingplatz zu finden als diesen. Weiterhin gibt es am Startpunkt einen riesigen Parkplatz, sowie Toiletten, Trinkwasser  und Kochmöglichkeiten.

Im Anschluss führt uns eine 10 minütige Fahrt zum Tasman Glacier Lake Walk. Ein einfacher 30 Minuten return Hike führt euch zum Tasman Glacier Lake. Achtung es geht permanent steil Bergauf und ein bisschen Fitness ist vorausgesetzt. Unterwegs stoppen wir am Blue Lake. Was diesen See so besonders macht, sind die marmorfarbenen Eisberge im Hintergrund.

Weiter geht es südlich Richtung Lake Hawea. Einen tollen Stopp habt ihr an Lindis Pass, einer Bergpanoramastraße. Hier genießen wir die Aussicht vom View Point, welcher sich 5 Minuten Fußweg bergauf vom Parkplatz befindet.

Die Fahrzeit zum Lake Hawea vom Mount Cook beträgt 2h30.

 

Übernachtung

Nach einen langen und ereignisreichen Tag machen wir Halt am Hawea Lake Holiday Campsite. Es regnet mittlerweile in Strömen und wir sind froh eine warme Dusche zu nehmen und es uns im Camper bei einem heißen Tee gemütlich zu machen. Es dauert nicht lang und wir sind im Reich der Träume.

Kosten $40 non-powered campsite | Vorabreservierung empfehlenswert in der Hauptsaison

Neuseeland Rundreise
Mount Cook Road
Mount Cook Road Neuseeland Road Trip
Mount Cook National Park
Mount Cook National Park Track
Hooker Valley Track
Hooker Valley Track
Mount Cook National Park
Tasman Glacier Lake Walk

Tag 4

Lake Hawea nach Lake Wanaka | Albert Town

Bei Sonnenschein und mit neuer Energie und Tatendrank erwachen wir nach einer verregneten Nacht. Nach einem entspannten Frühstück, machen wir den Camper startklar, füllen noch einmal Frischwasser nach und starten in den Tag.

Der erste Stopp ist am Lake Hawea Esplanade Reserve. Wir parken den Van direkt am Strand, schnappen unsere Badesachen und verbringen den Vormittag entspannt und bei viel Sonnenschein am See. Auch hier, wie soll es anders sein, erwartet uns eine spektakuläre Bergkulisse im Hintergrund. Es ist ein Steinstrand, dennoch ideal zu Sonnenbaden und um sich in die Fluten zu stürzen. Stopp, wäre da nicht das Arsch kalte Wasser. Kristallklar, aber wie überall auf der Südinsel, verdammt kalt, ja auch im Sommer. Das Thermometer zeigt zwar nur 19 Grad Celsius an, dennoch holen wir uns direkt den ersten fiesen Sonnenbrand. Selbst schuld wir Deppen.

Bis auf eine Handvoll anderer Leute, sind wir die einzigen am Strand. Absoluter Geheimtipp daher!

Faulenzen macht hungrig und so begeben wir uns auf den Weg nach Albert Town. Hier gönnen wir uns eine riesige Portion Fish & Chips für gerade mal $9. Super lecker und daher bekommt die Fish Company in Albert Town auch Daumen nach oben!

Mit vollem Magen geht die Fahrt weiter nach Wanaka. Hier ist deutlich mehr los, als am Lake Hawea, wir befinden uns in einer Kleinstadt. Der See ist wieder Mal ähnlich schön, wie alle anderen zuvor und ideal für Sonnenausflügler. Eventuell ist es hier auch so voll wegen dem berühmten Wanaka Tree, ein beliebtes Foto Motiv. Ja es ist ein kleiner Baum, der im Wasser steht.

Wir verbringen den restlichen Tag am See und kneifen uns mal wieder, es ist doch alles zu schön um wahr zu sein.

 

Übernachtung

Da wir sehr früh aufbrechen wollen am nächsten Morgen, sparen wir uns einen richtigen Campingplatz und parken unseren Camper direkt am Lake Wanaka, der Lakefront Parking Area und zahlen keinen einzigen Cent.

Eine bessere Aussicht ist schwer zu bekommen und Sanitätshäuser gibt es gleich nebenan.

Bei der Durchfahrt durch Wanaka der Hauptstraße folgen, den See zur rechten Seite. Es erscheinen mehrer Parkareale. Ihr nehmt den nicht asphaltierten Platz hinter den Toilettenhäusern mit Bäumen & Picknickbänken. Der perfekte Ausgangspunkt zum Roys Peak Hike.

Kosten $0

Lake Hawea
Lake Hawea
Lake Hawea Beach
Lake Hawea Esplanade Reserve
Lake Wanaka
Lake Wanaka

Tag 5

Wanaka nach Te Anau | Roys Peak | Arrowtown

Fahrzeit 3h00

Um 3 Uhr klingelt der Wecker, der nächste Hike steht auf dem Programm. Für uns, die nie zuvor wandern waren, ein sehr aktiver Urlaub schon jetzt.

Noch halb verschlafen, mit gepacktem Proviant und Stirnlampe stehen wir also um Punkt 3.30 Uhr am Startpunkt zum Roys Peak. Dieser befindet sich 5 Minuten Fahrt außerhalb von Wanaka. Am Parkplatz zahlt man $2 pro Person, da der Weg über privates Gelände führt.

Wir wollen zum Sonnenaufgang am Gipfel sein, uns bleiben demnach zweieinhalb Stunden. Das Gelände ist nicht sehr Anspruchsvoll, dennoch geht es stetig von Anfang bis Ende steil, zum Teil sehr steil bergauf. Wir würden uns als fit bezeichnen, dennoch haben wir den Hike, nach allem was wir gelesen haben, deutlich unterschätzt. Bereits nach 30 Minuten brennen die Oberschenkel, wir haben noch mindestens 2 Stunden bergauf vor uns. Da wir Nachts gestartet sind wird es mit jedem Meter kühler, dennoch läuft uns der Schweiß die Stirn entlang.

Nach ziemlich genau 2 ½ Stunden erreichen wir den berühmten Aussichtspunkt. Wir sind erschöpft und brauchen eine Pause. Zum Glück haben wir Proviant und ausreichend Wasser dabei. Nach einer Stärkung zücken wir die Kamera und halten diese einmalige Aussicht fest für die Ewigkeit. Uns erreichen die ersten Sonnenstrahlen, die die Nacht beiseite schieben und hinter den Gipfeln hervor blitzen. Spätestens jetzt kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wow was für eine Aussicht. Jeder Meter hat sich gelohnt.

Es wird zunehmend windiger und kühler. Wir haben die Option eine weitere halbe Stunde bergauf bis zum eigentlichen Gipfel zu gehen, entscheiden uns aber dagegen und begeben uns auf den Abstieg. Erst jetzt erstrahlt der ganze Hike in seiner vollen Schönheit. Da es beim Aufstieg komplett dunkel war, sehen wir nun die atemberaubende Landschaft. Obwohl es bergab geht, dauert der Rückweg fast länger, da wir immer wieder Stopps einlegen, die Aussicht genießen und Fotos schießen. Wir begegnen zahlreichen Schafen, aber noch mehr Menschen, die erst jetzt den Weg nach oben antreten. Wir haben ein bisschen Mitleid, da mittlerweile die Sonne gnadenlos von oben herab scheint. Auch bergab melden sich wieder unsere Beine, diesmal besonders die Knie. Nach knapp 6 Stunden erreichen wir wieder den Parkplatz und sind euphorisch, dass wir den Hike gemeistert haben und wir unvergessliche Erinnerungen in uns tragen.

 

Als Ausrüstung empfehlen wir:

  • Mütze, Schal & Handschuhe (auch im Sommer)
  • Wanderschuhe oder feste Turnschuhe
  • Windbreaker / Regenjacke
  • Stirnlampe
  • Funktions-Shirt / Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, da du zwischendurch schwitzt
  • Mindesten 1,5 Liter Wasser pro Person & Snacks
  • Kamera
  • Sonnebrille

Um 10 Uhr sind wir zurück am Lake Wanaka. Im Gegensatz zum Vortag, ist es hier jetzt am Morgen weniger überlaufen und sehr idyllisch. Wir springen ins kalte Wasser, um uns nach der anstrengenden Wanderung abzukühlen und nehmen ein entspanntes Frühstück zu uns.

Weiter geht die wilde Fahrt von Wanaka nach Arrowtown, einer ehemaligen Goldgräberstadt kurz vor Queenstown. Mit all seinen alten Gebäuden und gemütlichen Cafes eine willkommene Gelegenheit für ein Zwischenstopp. Wir schlendern über die einzige Hauptstraße, legen ein Lunch-Stopp ein und fahren gestärkt weiter nach Te Anau.

Wir entscheiden uns aus Zeitgründen gegen einen Stopp in Queenstown. Solltest du allerdings ein Adrenalinjunkie sein, bist du hier genau richtig. Ob Bungeejumping, Skydive oder Rafting – this is the place to be!

Die Strecke von Queenstown nach Te Anau bietet dir wieder mal eine grandiose Landschaft. Te Anau ist der letzte Ort auf dem Weg zum Milford Sound. Stelle sicher, dass du hier nochmal tankst und dich mit nötigem Proviant eindeckst. Das steht bei uns auf der Agenda.

 

Übernachtung

Nach einem aufregenden, aktiven und langen Tag erreichen wir unseren Campingplatz für diese Nacht, den Fjordland Great Views Holiday Park. Wäsche waschen, kochen, duschen und ab ins Bett! Was für ein Tag!

 

Kosten $50 powered campsite

Roys Peak Walk
Roys Peak
Roys Peak Tour
Roys Peak Summit
Roys Peak
Roys Peak View

Tag 6

Te Anau nach Lake Gunn | Mirror Lakes | Lake Marian Trail

Neuer Tag, neue Abenteuer!

Die Fahrt durch den Fiordland-Nationalpark zum Milford Sound ist mindestens genauso schön und beeindrucken, wie der Milford Sound selbst. Insgesamt wahrscheinlich eine der schönsten Strecken auf der gesamten Südinsel. Man könnte Tage auf dieser 120 km langen Strecke zum Milford Sound verbringen.  „Der Weg ist das Ziel“. Ja genau!

Unsere Fahrt führt vorbei an üppigen Tälern und Wäldern, durch kurvige Straßen und Serpentinen, entlang der imposanten Berge, durch einen Tunnel und neben Wasserfällen. Allein deswegen hat sich die Reise ans andere Ende der Welt bereits gelohnt.

Den ersten Halt machen wir beim Eglinton Valley, einem beliebten Fotostopp. Der Kontrast zwischen dem dunklen, mit Bäumen bewachsenen Hang der Berge und den goldenen Grasbüscheln sorgt für eine atemberaubende Kulisse. Einer unserer Lieblings-Stopps!

Mirror Lakes heißt unser nächster Stopp.  Die Seen liegen im Eglinton Valley und sind nur 5 Autominuten von unserem letzten Stopp entfernt. Wie der Name schon verrät sind die Seen bekannt dafür, wie sie die umliegende Landschaft und Bergkulisse widerspiegeln. Vom Parkplatz am Straßenrand folgt man den Schildern bei einem kurzen Spaziergang entlang eines präparierten Holzweges durch den einheimischen Wald. Die Wanderung ist ca. 400 m lang und bietet einen wunderbaren Blick auf dieses Naturschauspiel.

Kurz vor dem Falls Creek Waterfall geht die Straße nach rechts ab. Nach ein paar Hundert Metern gelangst du an einen Parkplatz, der Startpunkt zum Lake Marian Trail. Es ist ein 3h00 return Hike. Die ersten 20 Minuten führen entlang der Humboldt Falls. Der Weg führt über Holzstege und bietet spektakuläre Ausblicke. Danach wird der Track steiler und die Wege unbefestigter. Man benötigt Hände und Füße um sich durch den Dschungel-Trail fortzubewegen. Definitiv ein Abenteuer. Bei Regen ist der Trail eventuell nicht zu empfehlen, da es sehr rutschig und matschig werden kann. Am Ende erwartet uns der Lake Marian umgeben von schneebedeckten Bergen und kleinen Wasserfällen. Der Wasserstand ist relativ hoch und somit wenig Platz am Ufer. Dennoch finden wir eine Stelle und machen Picknick.

Für allen Adventure-Liebhaber ein Muss. Denk an ausreichend Wasser und festes Schuhwerk.

Die letzte Station des Tages ist der Lake Gunn. Die Fahrzeit ab Te Anau beträgt knapp eine Stunde ohne Stopps. Die weiten Berge rund um das tiefblaue Wasser des Lake Gunn sind beeindruckend. Wir stoppen den Camper direkt am Ufer des Sees und springen abwechselnd kurz ins kühle Nass.

ACHTUNG – Hier wimmelt es von Sandflies. Diese kleinen garstigen Biester könne eine echte Plage sein. Kaum im Freien fallen sie einen an. Selbst Mückenschutz hat hier nicht viel geholfen. Das ganze Ausmaß stellen wir erst die nächsten Tage fest und haben diverse Andenken an diesen Ort!

 

Übernachtung

Unser Lager für die Nacht schlagen wir etwas abseits des Sees auf dem DOC Cascade Creek Campsite auf. Es ist ein großer Stellplatz in Mitten der Bergkulisse mit einfachen Toilettenhäuschen. Wir lassen den Tag bei einem köstlichen Essen und Blick auf die Berge ausklingen und können schon jetzt kaum glauben, was wir alles in nicht einmal 5 Tagen Road Trip erlebt haben.

Kosten $15 pro Person

Eglinton Valley
Eglinton Valley
Lake Marian Walk
Lake Marian
Lake Marian Trail
Lake Marian Bridge

Tag 7

Lake Gunn nach Kaka Point | Milford Sound Tour | Purakaunui Falls

Nach einer weiteren herrlichen Nacht im Freien fahren wir früh los zum Milford Sound. Vom Lake Gunn benötigen wir knapp 1h30. Wir haben vorab eine Bootstour auf dem Milford Sound gebucht, welche um 9 Uhr startet.

Ein Ausflug auf die Südinsel Neuseelands wäre ohne einen Besuch am Milford Sound nicht komplett. Der Milford Sound wurde während der Eiszeit von Gletschern geformt und ist eines der Hauptreiseziele auf der Südinsel.

Man sollte ca. eine Stunde vor Abfahrt am Park & Ride Parkplatz sein, um ausreichend Zeit für den Weg zum Terminal & Check-in zu haben.

Tipp: Es gibt am Milford Sound kostenpflichtige Parkplätze nahe am Fährterminal. Diese kosten $10 pro Stunde. Bei einer ungefähren Aufenthaltsdauer von min. 4h00 kommt da schnell was zusammen. Es gibt allerdings einen kostenfreien Parkplatz etwas weiter entfernt. Von hier geht auch ein kostenfreier Shuttle direkt zum Terminal. Sobald du in Milford Sound bist auf der Hauptstraße zum Terminal biegst du links ab bei dem Schild „Deepwater Road“. Auf der linken Seite befindet sich der Parkplatz. Wenn du früh da bist findest du hier sicherlich noch einen Platz. Der Shuttlebus fährt ab 8 Uhr regelmäßig und ist damit rechtzeitig zur ersten Tour des Tages am Terminal.

Wir haben uns für den Anbieter GoOrange entschieden. In der Hauptsaison sollte man definitiv vorab online buchen. Die Tour um 9 Uhr war für uns perfekt und außerdem die günstigste Tour des Tages. Touren gehen bis 16 Uhr am Nachmittag. Eine 2 Stündige Bootstour kostet $61 pro Person.

Man fährt eine Runde entlang dem Fjord. Somit kann man beide Seiten bestaunen und bekommt hautnah alle Wasserfälle zu sehen und spüren. Direkt am Ende des Milford Sound gelangt man ins offene Meer, der Tasman Sea.

Ein unvergleichliches Naturschauspiel. Vorbei an zahlreichen Wasserfällen, einige über Hundert Meter hoch, Seelöwen und einer atemberaubenden Bergkulisse. Nicht umsonst nennen die Neuseeländer diesen Ort das 8.Weltwunder. Obwohl es regnet ist es ein unvergleichliches Erlebnis. Fun Fact – es regnet mindestens an 180 Tagen im Jahr am Milford Sound.

Das Boot fährt direkt an die Lady Bowen Falls und Stirling Falls. Eine kleine Dusche ist garantiert!

Die GoOrange Boote sind sehr stylisch ausgestattet mit gemütlichen Sitzbänken und rundum Fensterblick. Weiterhin gibt es 2 Außendecks. Eines im hinteren Bereich des Bootes und eines ganz oben. Die Aussicht ist überall auf dem Boot grandios. Man kann jederzeit zwischen den Ebenen wechseln. Während der Tour gibt es jede Menge nützliche Informationen auf Englisch zur Geschichte dieses besonderen Ortes. Es sind Toiletten an Bord und ein Restaurant vorhanden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top. Es gibt Snacks, Bagels, Muffins, Austern, Käseplatte, Fish & Chips etc. sowie warme und kalte Getränke. Eine traumhafte Gelegenheit für ein Frühstück mit unvergesslicher Aussicht. Wie oft hat man schon solch eine Gelegenheit.

Was solltest du mitbringen:

  • Kameraequipment
  • Regenkleidung (auch im Sommer)
  • Festes Schuhwerk
  • Mückenspray
  • Eventuell ein kleines Handtuch, da es auf dem Boot besonders an den Wasserfällen auch mal nass werden kann

Die Tour mit GoOrange kannst du HIER buchen.

Der Ort Milford selbst ist nur sehr klein und verfügt über ein Café und 2 verschiedene Unterkünfte. Weitere Aktivitäten rund um den Milford Sound für Abenteuerlustige sind Kajaktouren, Tauchen oder Rundflüge.

Insgesamt ein absolutes Muss bei deiner Neuseelandreise. Ein magischer Ort!

Im Anschluss der Tour geht es für uns weiter zurück über Te Anau (bei freier Strecke ohne Stopps 2h00 Fahrzeit) Richtung Südostküste. Das Wetter wird zunehmend besser und die Sonne scheint uns durch die Frontscheibe ins Gesicht. Oh ja, so gefällt uns dieser Road Trip.

Wir machen Halt an den Purakaunui Falls. Ein kurzer Spaziergang durch den Dschungel führt uns zu diesem beeindruckenden mehrstufigen Wasserfall. Es gibt eine Aussichtsplattform von der aus man die Wassermassen bestaunen kann. Ein toller Anblick und eine willkommene Abwechslung nach einer langen Fahrt.

 

Übernachtung

Wir fahren weiter an die Küste und Übernachten im Kaka Point Holiday Campsite. Ein kleiner, familiärer und sehr sauberer Campingplatz direkt an der Küste.

Es ist unglaublich. Wir sind gerade mal eine Woche in Neuseeland und es fällt schwer alles Erlebte Revue passieren zu lassen. Jeder Tag bietet neue Abenteuer und unendlich viele Eindrücke. Wir sind angekommen. Wir sind nicht nur physisch weit weit weg von zuhause, sondern auch im Geiste angekommen. Wir genießen es in vollen Zügen. Es fühlt sich nicht an wie Urlaub, vielmehr wie ein Lifestyle. Wir wollen mehr davon!

Kosten $38 powered campsite inkl. WLAN

Fjordland National Park Road Trip
Milford Sound Road
GoOrange Milford Sound
Milford Sound
Milford Sound Tour Waterfall
Milford Sound Tour
Milford Sounds
GoOrange Tour Milford Sound
Paar sitzt vor einem Wasserfall
Purakaunui Falls

Tag 8

Kaka Point nach Oamaru | Nugget Point Lighthouse | Moeraki Boulders | Bushy Beach

Nach einer stürmischen Nacht an der Südostküste stehen wir zeitig auf, wir haben einen langen Tag vor uns. Der erste Stopp führt uns nach einer 10-minütigen Fahrt zum Nugget Point Lighthouse. Das Wetter meint es leider weiterhin nicht gut mit uns und es regnet und windet immer wieder.

Dennoch parken wir unseren Camper am Parkplatz und begeben uns auf den 5-minütigen Weg zum Leuchtturm.

Nugget Point ist eine der unverwechselbarsten Landformationen der Otago-Küste: eine steile Landzunge mit dem Nugget Point Lighthouse und einer Ansammlung von Felsen, den sogenannten Nuggets. Wenn die Felsen von der Sonne angestrahlt werden leuchten sie in einem Gold/Gelb und sahen für die Seefahrer damals aus wie Goldklumpen, den sogenannten Nuggets.

Allein der Weg zum Leuchtturm ist ein Ereignis für sich. Er führt entlang an der Küste, von wo aus man eine wunderbare Sicht auf das Meer, die Klippen und die spielenden Pelzrobben hat. Nugget Point beheimatet weiterhin Seelöwen, rabenschwarze Sturmtaucher, Gelbaugenpinguine und eine Tölpel-Brutkolonie. Hin und wieder sind See-Elefanten und Leoparden-Robben anzutreffen.

Angekommen am Leuchtturm erwartet uns eine spektakuläre Aussicht. Vorsicht beim Klettern auf die umliegenden Hänge, es kann mitunter sehr rutschig und uneben sein.

Wir sind ganz allein hier am frühen Morgen und fühlen uns mal wieder frei und wie zwei Abenteurer, die neue Orte auf der Welt zum ersten Mal entdecken.

 

Die Fahrt führt uns anschließend nach Norden die Küste entlang auf die Otago Peninsula (1h45). Wir machen einen kurzen Stopp in Dunedin, primär um unsere Vorräte aufzufüllen. Es folgt ein kurzer Halt an der Sandfly Bay. Ein Weg mit großartiger Aussicht führt direkt runter bis an einen weiten Sandstrand, an dem man mit etwas Geduld Robben und weitere Meeresbewohner bestaunen kann. Allerdings ist es für uns so windig, dass man sich kaum halten kann und wir nach einem kurzen Stopp weiterfahren.

Nach knapp 1h15 gelangen wir zu den Moeraki Boulders. Von unseren Recherchen kennen wir diese als runde Steinformationen am Strand und halb im Wasser. Why not denken wir uns, eine Pause kommt uns eh gelegen.

Wir kehren zunächst in dem Strand-Café ein, genießen ein Heißgetränk bei traumhaftem Ausblick.

Insgesamt tümmeln sich hier viele Touristen, es scheint ein beliebter Stopp zu sein. Wir finden die Steinformationen selbst nicht so spektakulär, wie auf all den Fotos. Dennoch ist der Strand super schön und weitläufig und wir verbringen eine Weile mit einem Spaziergang Barfuß am Meer.

Fun Fact: jegliche Beschädigung der Steine wird mit bis zu $100.000 geahndet, sowie bis zu 2 Jahren in Haft!

Erholt und seelig von der Meeresluft fahren wir weitere 30 Minuten die Küste entlang nach Oamaru zum Bushy Beach Scenic Reserve.  Wir haben gelesen, hier gibt es die seltenen Gelbaugenpinguine (Yellow Eyed Pinguines). Die beste Zeit diese zu bestaunen ist zwischen 17.30 Uhr und 20.00 Uhr. Vom Parkplatz führt ein kurzer Weg zu einer Aussichtsplattform. Hier gibt es viele nützliche Informationen zu den Pinguinen und einen tollen Blick auf die Bucht. Es ist immer ein Ranger anwesend, der zum einen für die Sicherheit der Pinguine sorgt, aber auch mit vielen interessanten Informationen zur Verfügung steht. Wir leihen uns sogar ein Fernglas vom Ranger, um die Ankunft der Pinguine zu beobachten. Diese begeben sich immer am Morgen vor Sonnenaufgang ins Meer zum Futter jagen und kehren dann zum frühen Abend zurück an den Strand. Daher ist es auch möglich zwischen 9 Uhr und 15 Uhr direkt an den Strand zu gehen, wo man hautnah Seelöwen erleben kann.

Es ist bereits spät am Abend und wir begeben uns zur Blue Pinguine Colony (direkt am Hafen von Oamaru). Hier kommen in großen Gruppen (über 100 Pinguine) nach ihrem Fischfang zum Sonnenuntergang an den Strand zurück. Dieses Schauspiel ereignet sich täglich kurz nach Sonnenuntergang bevor es dunkel wird. Es gibt ein Tourenanbieter, der einen offiziellen Lookout anbietet, für $40. Allerdings scheint uns das zu teuer und wir sind nicht bereit diesen Preis zu zahlen. Zum Glück! Auf dem Weg zum Parkplatz entdecken wir einen Geheimen Spot. Dieser befindet sich vor dem offiziellen Parkplatz an der Viewing Station. Hier biegt man links Richtung Strand ab, genau vor dem Port Site Restaurant & Bar. Man gelangt über eine kurzen Strandabschnitt zu einer Steinmauer. Von dort lassen sich die Pinguine & zahlreiche Seelöwen hautnah beobachten. Was für ein tolles Erlebnis. Wir sitzen auf der Steinmauer, schauen bei Sonnenuntergang aufs Meer, neben uns eine verschlafene Robbe und von draußen kommen scharenweise Pinguine zurück ans Ufer. Neuseeland you have it all!

 

Übernachtung

Es ist bereits dunkel und ein langer Tag voller unglaublicher Erlebnisse hat uns müde gemacht, da parken wir den Camper im Oamaru Harbour Site Holiday Park.

Kosten $37, unpowered site, 2 Pax inkl.Wifi

Paar vor einem Leuchtturm
Nugget Point Lighthouse
Nugget Point Lighthouse Aussicht
Paar am Strand mit Steinformation
Moeraki Boulders

Tag 9

Oamaru nach Kaikoura

Fahrzeit 5h30

Wir begeben uns um 9 Uhr direkt nochmal zum Bushy Beach. Die Pinguine sind bereits auf Futtertour und so können wir direkt an den Strand. Wir verbringen ein bisschen Zeit und schauen den Robben beim Faulenzen zu. Ein entspannter Start in den Tag. Wieder einmal ist außer uns und den Robben niemand am Strand.

Im Anschluss fahren wir direkt und ohne Stopps und Umwege nach Kaikoura Richtung Norden. Die Fahrzeit beträgt 5h30 und lässt sich nicht schneller bewältigen. So kommen wir um 16 Uhr in Kaikoura an. Es ist ein kleiner etwas verschlafener Ort, es gibt eine Hauptstraße, ein paar nette Surfshops, Kunstgalerien, Restaurants & Cafés. Ansonsten dreht sich alles um Whale-Watching und sonstigen Meerestieren und Touren.

Kaikoura ist eine Ausgangsbasis für Wildtier-Abenteuer jeder Art. Außerdem gibt es hier leckere Krebse (in der Sprache der Maori bedeutet „kai“ Essen und „koura“ Krebs).

Es ist einer der wenigen Orte auf der Welt, wo man Wale so regelmäßig und nahe der Küste beobachten kann.

Der Kaikoura-Canyon ist ein Meeresgraben, der von tausend Meter Tiefe in Küstennähe auf 3000 Meter und mehr absinkt. Zwei Strömungen – die eine kalt, die andere warm – wirbeln hier ineinander und sorgen für optimalen Nährstoffnachschub durch Plankton, Fische, Langusten. Deshalb machen Blau-, Glatt-, Buckel-, Schwertwale und Delfine auf ihren Wanderungen hier Station. Auch bis zu 20 Meter lange Riesentintenfische leben in diesen Tiefen. Männliche Pottwale, die tief tauchen, haben den Graben deswegen zu ihrer Heimat gemacht. Walweibchen leben hier nicht, ihnen ist es zu kalt.

Darauf haben wir uns lange gefreut. Sind wir mal ehrlich, einen Wal zu sehen steht wohl bei jedem mit auf der Bucketlist des Reisens.

Daher buchen wir schon vorab für den nächsten morgen eine Tour mit Whale Watch Kaikoura, dem einzigen Anbieter für Whale Watching per Boot. Es gibt außerdem von anderen Anbietern die Möglichkeit für Rundflüge mit Walbeobachtung, Kajak Touren zur Seelöwen Kolonie und viele weitere.

Wir buchen eine 3 Stunden Tour per Boot für $150 pro Person. Touren starten zu verschiedenen Zeiten über den Tag ab 6.45 Uhr. Die Erfolgsquote einer Sichtung liegt laut Anbieter bei 95%; bei Nicht-Sichtung erhält man 80% des Geldes zurück bzw. kann sich auf eine neue Tour buchen lassen.

Bei Stornierung wegen schlechtem Wetter wird man entweder umgebucht oder erhält den vollen Betrag zurück. Um es vorwegzunehmen, dies ist keine Seltenheit, daher plane mindestens 2 Tage ein, wenn die Wal-Sichtung ganz oben auf deiner Wunschliste steht.

Da die Tour erst am nächsten Tag startet, genießen wir den Nachmittag mit einem Spaziergang durch den Ort und machen abends halt bei Coopers Catch, dem wohl besten Fish & Chips Restaurant in Town. Es herrscht eine lebendige Imbiss-Atmosphäre und unsere Fish & Chips sind sagenhaft lecker. Wir zahlen für 3 Portionen fangfrischen Fisch, 2 x Tintenfisch & Kumara Fries + Getränke gerade mal $26. Zu gut um wahr zu sein.

 

Übernachtung

Da es für uns früh rausgeht am nächsten Morgen checken wir zeitig ein im A1 Kaikoura Motels & Caravan Park. Alles sehr einfach, für uns aber super zentral gelegen und ausreichend für eine Nacht. Bei längerem Aufenthalt empfiehlt sich z.B. einer der komfortableren Campingplätze wie die Top 10 Holiday Parks.

Kosten $37, unpowered site, 2 Pax

Tag 10

Kaikoura nach Marfells Beach Campsite | Whale Watching | Point Kean Seal Colony

Fahrzeit 1h30

Voller Vorfreude stehen wir zeitig auf und begeben uns zu 6 Uhr zum Whale Watching Tour Office. Zu unserer Enttäuschung wird die Tour aufgrund schlechten Wetters abgesagt. Allerdings haben wir Glück und werden 2 Stunden später auf eine andere Tour gebucht. Somit verbringen wir die Wartezeit mit einem Frühstück am Strand. Ja so ein Roadtrip ist schon genial. Wir parken den Camper am Strand und schlagen unser Frühstücks-Lager auf. Was ein Leben!

Wie versprochen ist es dann 2 Stunden später soweit. Das Wetter und die Wellen haben sich beruhigt und die Tour kann starten. Es gibt ein kurzes Einführungsvideo und dann geht ein Shuttle vom Office zur Ablegestelle des Bootes.

Wir gehen an Bord eines Motorisierten Katamarans und sind insgesamt eine Gruppe von 48 Personen. Das Boot hat eine Innenkabine, sowie ein Außendeck und ein Oberdeck. Es ist somit ausreichend Platz für alle, ohne dass es zu Gedränge kommt. Die Fahrt aufs offene Meer zum Unterwasser-Canyon dauert ca. 30 Minuten. Die Tour wird begleitet von einer sympathischen Crew, vielen witzigen und nützlichen Informationen Rund um die Wale, sowie kurzen Videos.

Angekommen am Ort des Geschehens, dem Unterwasser-Canyon, ist die Crew damit beschäftigt, visuelle und akustische Signale der Wale zu Orten, um so einzuschätzen, wo die Meeresriesen als nächstes auftauchen. Für uns besonders wichtig, die Boote (maximal 2) halten mit ausreichend Abstand zu den Walen, sie sind Geräuscharm und haben Elektromotoren. Die Ortung der Wale erfolgt nicht mit Echoloten, da diese die Sinnesorgane der Wale deutlich stören können.

Und dann geht es Plötzlich ganz schnell. Die Crew hat etwas geortet. Wir steuern in Richtung der Stelle, wo ein Wal vermutet wird. Und tatsächlich, da ist er. Ein riesen Pottwal treibt an der Meeresoberfläsche. Es herrscht eine andächtige Stille an Bord und alle schauen mit offenem Mund diesem einzigartigen Ereignis zu. Etwa alle 45 Sekunden sieht und hört man das typische Ausatmen des Wales.

Pottwale gehören zu den größten Säugetieren unseres Planeten. Männliche Pottwale werden bis zu 20 Meter lang und wiegen bis zu 50 Tonnen. Unvorstellbar! Sie tauchen in Tiefen bis zu 3000 Metern und bleiben dabei 60-90 Minuten unter Wasser. Zum Atmen müssen sie an die Oberfläche und verweilen hier bis zu 10 Minuten. Genau das ist der Moment, wann man diese einzigartigen Kreaturen bestaunen kann mit etwas Glück.

Wir sehen tatsächlich 3 Wale während unserer Tour und sind einfach nur sprachlos. Diesen Moment kann man kaum in Worte fassen. Die Typische Walflosse konnten wir leider nicht sehen. Dies passiert dann, wenn die Wale zu einem tiefen Tauchgang aufbrechen und kopfüber abtauchen. Allerdings waren unsere Pottwale etwas träge und sind liegend unter die Wasseroberfläche geglitten. Ein Wal ist sogar an der Oberfläche eingeschlafen. In 9/10 Fällen, laut Angabe unserer Crew, tauchen die Wale allerdings mit der berühmten Flosse nach oben ab. Aber auch so sind wir unendlich glücklich, dieses Erlebnis gemacht zu haben. Zumal die Gruppe vor uns keinen Erfolg hatte und viele Leute enttäuscht abreisen mussten. Die Natur hat offensichtlich ihre eigenen Regeln. Und das ist auch gut so.

Und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Vollgepumpt mit Endorphinen legen wir wieder an und machen uns freudestrahlend auf dem Weg zum Camper. Diese Eindrücke sollten uns noch einmal in Erinnerung kommen auf dieser Reise.

Bevor wir weiterfahren machen wir Halt beim Hislops Wholefoods Café zu einem zweiten Frühstück. Yummy, sehr nettes Café und super leckere Getränke und Speisen.

Ein weiteres Highlight in Kaikoura sind die Robben am Point Kean Seal Colony.

Es ist ein Areal mit unzähligen Robben an Land und im Wasser. Man kann sie und weitere Meeresbewohner und Vögel aus nächster Nähe erleben bei einem Spaziergang über die Felsen zum Meer. Außerdem gibt es einen Aussichtspunkt. Hier führt ein kurzer Weg bergauf von dem Parkplatz.

Hier sieht man auch nochmal eine Abbildung der Landschaft vor und nach dem großen Erdbeben in Kaikoura im Jahr 2016. Wahnsinn, wie sich dadurch die Landschaft verändert hat und neue Landflächen an die Oberfläche gedrückt wurden. In Kaikoura entstand durch das Erdbeben sogar ein Surfspot, da sich durch das Beben der Meeresboden angehoben hat und somit die Wellen brechen.

Und wie soll es anders sein, Abenteuer machen hungrig. Wir haben von einem Geheimtipp gehört. Etwa 20 Minuten nördlich von Kaikoura gibt es seit mehr als 40 Jahren einen Imbisswagen direkt neben dem Highway am Strand, Nin´s Bin. Seit 1977 ist er bekannt für seine Langusten, die besten in Neuseeland. Auch wenn es unser Camper Budget sprengt, hier müssen wir sündigen. Wir holen uns eine Languste (eine Hälfte vorgekocht und kalt mit Zitrone, die andere gedünstet in Knoblauchbutter) dazu Fritten. Ja genau Languste mit Fritten! Und es ist ein Traum. So so lecker, dazu die Aussicht aufs Meer, unbezahlbar! Obwohl zahlen mussten wir dann doch, genau $100. Preis variiert je nach Größe der Languste. Weitere kleinere Gerichte sind auch noch erhältlich. Vielleicht nicht der günstigste Imbiss, aber jeden Cent wert. Die Besitzerin ist super nett und nahm sich Zeit uns zu erklären, wie genau man jetzt diese Spezies verspeist. Absoluter Geheimtipp.

 

Übernachtung

Nach weiteren 1h15 Fahrt entscheiden wir uns, unser Lager für die Nacht aufzuschlagen. Wir machen Rast am Marfells Beach Campsite, dieser befindet sich 8km abseits des Highways. Es ist ein DOC Campsite mit Dusche (kalt) & WC, dennoch sehr puristisch. Wir stellen den Camper direkt am Strand ab und haben wahrscheinlich einen der idyllischsten Stellplätze, den man sich vorstellen kann.

Einschlafen und Aufwachen mit Meeresrauschen – was will man mehr!

Kosten $8 pro Person, self registration

 

Tag 11

Marfells Beach Campsite nach Kaiteriteri

Fahrzeit 2h30

Nach einem weiteren Frühstück am Meer – es ist gar nicht mehr wegzudenken – fahren wir knapp 2h30 bis nach Kaiteriteri. Unser Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Abel Tasman National Park.

Mit seinen goldenen Sandbuchten, strahlend blauen Wasser und dem unberührten, üppig bewachsenen Hinterland ist der Abel Tasman Nationalpark im Norden der Südinsel zurecht einer der meist besuchten Nationalparks in Neuseeland.

Wir waren überrascht, wie voll Kaiteriteri im Hochsommer ist. Das liegt unter anderem auch daran, dass viele Neuseeländer in ihren Ferien (Januar) nach Kaiteriteri an den Strand reisen.

Nach Ankunft verbringen wir den restlichen Tag bei Sonnenschein am Strand, dem Kaiteriteri Beach.

Wir buchen uns im Anschluss eine Tour für den nächsten Morgen in den National Park. Die Touren-Anbieter befinden sich beim Kai Café unmittelbar gegenüber vom Strand.

Es gibt mehrere Wassertaxi-Anbieter. Manche starten von Kaiteriteri, manche von Marahau und manche von beiden Orten – so auch die Boote von AquaTaxi, für die wir uns entschieden haben. Bei AquaTaxi kannst du einfache Fahrten buchen, dies nutzen viele, weil sie ganz in den Norden zum Ausgangspunkt des Great Walks gebracht werden möchten, um ihren mehrtägigen Hike zu starten. Andererseits kannst du zwischen vielen kombinierten Touren wählen. Hier bringt dich ein Boot zum gewünschten Ausgangspunkt deiner Wanderung und holt dich einige Stunden später von einer anderen Destination wieder ab. Ziemlich cool – Es gibt auch kombinierte Wander- und Kajaktouren. Aus Zeitgründen entscheiden wir uns allerdings für eine Ganztages Tour mit Wanderung.

Wir freuen uns auf den nächsten Morgen.

 

Übernachtung

Mit viel Glück konnten wir am Vortag bereits einen Campingplatz buchen. Im Hochsommer ist hier so gut wie alles ausgebucht. Wir verbringen die Nacht im Bethany Park Kaiteriteri.

Dieser befindet sich fußläufig 20 Minuten vom Strand entfernt und bietet allen Komfort, den man benötigt.

Kosten $66 unpowered site, 2 Pax

Tag 12

Kaiteriteri nach Marahau | Abel Tasman National Park

Fahrzeit 0h20

Bepackt mit ausreichend Snacks, Wasser und Sonnencreme begeben wir uns zu 8.30 Uhr zum Kai Café, dem Startpunkt unserer Tour.

Die Tour kostet $80 pro Person. Abfahrt ist 9 Uhr und Rückkehr gegen 16.45 Uhr.

Ziemlich pünktlich geht es dann für uns los. Wir sind auf einem kleinen Motorboot mit 10 Personen. Zunächst fahren wir zu einem Küstenabschnitt, wo sich Seelöwen auf Felsen tümmeln und weiter zum Split Apple Rock, eines der bekanntesten Motive auf den Postkarten aus Neuseeland.

Der Name ist Programm – Etwa 50 Meter vor der Küste befindet sich diese Felsformation, die wie ein zweigeteilter Apfel aussieht.

Nach knapp 30 Minuten erreichen wir den von uns gewählten Startpunkt unsere Tagestour, Bark Bay. Von hier führt ein 12km langer Trail nach Anchorage, von wo wir am Nachmittag wieder abgeholt werden.

Bark Bay ist eine schöne Bucht mit tollem Sandstrand inmitten des Abel Tasman National Park. Der Pfad führt entlang an der Küste, durch Regenwald, vorbei an verschiedenen Aussichtspunkten und Stränden. Ein absolutes Paradies. Der Weg selbst ist sehr einfach zu gehen. Es gibt keine nennenswerten Steigungen, dafür richtig tolle Ausblicke auf winzige, goldfarbene Buchten. Immer wieder wirst du an Abzweigungen vorbeikommen, die dich hinab zu den Buchten führen.

South Head

Etwa 1.2km von Bark Bay entfernt kommt dieser tolle Aussichtspunkt. Du schaust hindurch durch Farne und Palmenblätter aufs offene Meer. Ein unglaublicher Ausblick.

Falls River Swing Bridge

Ein paar Kilometer weiter gelangst du an die beliebte Hängebrücke. Sie führt mit einer Länge von 47m über den Falls River und verbindet beide Ufer. Du solltest schwindel- und wackelfrei sein.

Torrent Bay

Etwa nach der Hälfte der Strecke kommst du an diesen schönen Strandabschnitt. Ideal zum Baden und für uns der perfekte Zeitpunkt für ein Picknick.

Cleopatra´s Pool

Zwischen Torrent Bay und Anchorage Bay gelegen, führt ein 15-minütiger Weg abseits des Hauptpfades zu diesen Bergpools. Der Torrent River bahnt sich hier seinen Weg durch zahlreiche Felsen zum Meer. Eiskaltes Wasser sammelt sich in mehreren natürlichen Felsenpools, von denen einige tief genug sind zum Baden.

Nach knapp 6 Stunden sind wir in Anchorage Bay. Eine tolle Bucht mit Kilometerlangem Sandstrand. Da wir noch knapp 1h00 Zeit haben, legen wir uns in die Sonne und springen ins Meer. Der perfekte Abschluss dieser Tour.

Um 16.00 Uhr werden wir von unserem Boot abgeholt und zurückgebracht nach Kaiteriteri.

Schade, dass die Tour schon zu Ende ist. Allein im Abel Tasman National Park könnte man eine Woche Urlaub machen und würde jeden Tag Neues erleben können.

 

Packliste für deinen Tagestrip im Abel Tasman National Park:

  • Sonnencreme
  • Leichtes Schuhwerk (Ich bin sogar in Flip Flops den kompletten Trail gelaufen. Ok ich war auch der Einzige)
  • Tagesrucksack
  • Snacks
  • Ausreichend Wasser (es gibt keine Möglichkeit für Trinkwasser)
  • Badesachen
  • Kamera
  • Sonnenbrille
  • Uhr/Handy (damit du rechtzeitig am Abholort bist)
  • Shirt oder leichte Jacke zum Überziehen für Zwischendurch

 

Übernachtung

Knapp 20 Minuten von Kaiteriteri befindet sich Marahau. Hier schlagen wir unser Lager für die Nacht auf, dem Marahau Beach Camp. Nebenan befindet sich ein netter Biergarten mit Restaurant, das Hooked on Marahau. Der perfekte Ort, um bei Sonnenuntergang auf der Terrasse den Tag ausklingen und Revue passieren zu lassen.

Marahau ist deutlich weniger überfüllt als Kaikerikeri und eignet sich dennoch ideal als Start- und Endpunkt deines Abel Tasman Erlebnisses.

Kosten $40 unpowered campsite, 2 Pax

Abel Tasman Look out
South Head
Paar mit Huckepack am Strand
Torrent Bay
Boot an einem Strand
Bark Bay
Abel Tasman Viewpoint
Split Apple Rock Neuseeland
Split Apple Rock
Split Apple Rock
Split Apple Rock
Abel Tasman Aussicht

Tag 13

Marahau nach Picton | Fähre Picton-Wellington | Fahrt nach Simpsons Reserve

Fahrzeit 2h45 | Fähre 3h30 | Fahrzeit 2h00

Unsere Zeit auf der Südinsel neigt sich dem Ende entgegen. Was für eine unfassbare Zeit. Erinnerungen, die für die Ewigkeit bleiben. Aber noch bleibt keine Zeit daran in der Vergangenheit zu schwelgen. Unsere Reise geht weiter, auf der Nordinsel! Oh how lucky we are!

So fahren wir am frühen Morgen Richtung Picton. Unser Fähre geht um 13.15 Uhr, Check-In ist spätestens eine Stunde vor Abfahrt am Terminal. Die Tickets buchen wir 2 Tage im Voraus online über Inter Islander Ferry. Kosten $303 für 2 Pax und den Campervan.

Wir kommen rechtzeitig in Picton an und haben so noch Zeit für ein zweites Frühstück in der Picton Village Bakery. Eine absolute Institution und berühmt für die frischgebackenen und super leckeren Pies mit verschiedenen Füllungen. Auch kulinarisch der perfekte Abschluss auf der Südinsel!

Wir boarden die Fähre und legen pünktlich ab. Die Überfahrt dauert 3h30 und bietet eine traumhafte Aussicht aufs Meer, sowie die Küste der Südinsel. Mit etwas Glück lassen sich auch Delfine beobachten.

 

Übernachtung

Angekommen in Wellington geht es für uns direkt weiter Richtung Norden. Da es schon 18 Uhr ist als wir von der Fähre runter sind und der Tag sich langsam dem Ende neigt, fahren wir nur noch knapp 2 Stunden und machen Rast am Simpson Reserve. Es ist ein kostenfreier Camp Site gelegen an einer Waldlichtung. Lediglich ein Plumpsklo ist vorhanden. Für uns ausreichend, um ein wenig Schlaf zu bekommen und am nächsten Morgen in aller Früh weiterzufahren.

Es gibt Pasta mit Tomatensauce und dann sind wir schon im Reich der Träume.

Kosten $0

Neuseeland Road Trip
Neuseeland North Island Road Trip

Tag 14

Simpsons Reserve nach Raglan

Fahrzeit 4h30

Wir brechen zeitig auf. Unser Ziel Raglan, ein kleiner Surfer Ort an der Westküste. Die Fahrt ist zwar relativ lang, aber eine der schönsten Teilstrecken auf unserem Road Trip.

Wir kommen mittags in Raglan an und fahren direkt zum Ngarunui Beach, ein kilometerlanger Sandstrand und ideal zum Surfen. Wir parken den Van oberhalb des Strandes, direkt an den Klippen. Wow, die Aussicht treibt uns Tränen in die Augen. Wir setzen uns auf die Wiese, machen Picknick und schauen den Gleitschirmen über dem Meer und den Surfern in den Wellen zu.

Wir sind gerade erst angekommen, aber haben schon jetzt unsere Herzen an diesen Ort verloren.

Die Sonne brennt ihre Bräune in unsere Haut, wir schnappen unsere Badesachen, eine Ladung Sonnencreme und auf geht es ans Meer. Wir leihen ein Surfboard & Wetsuits direkt am Strand und zahlen $25 für 2h00.

Wir ziehen die Wetsuits an, machen die Lasche ums Fußgelenk und rennen breit grinsend mit dem Surfboard unterm Arm ins Meer. Wir könnten schon jetzt kaum glücklicher sein.

Ganze 2 Stunden tauchen wir durch die Fluten, paddeln in die heran rauschenden Wellen, reiten die ein oder andere Welle, fallen vom Board, schlucken salziges Meerwasser und genießen jede Sekunde im Hier und Jetzt.


Übernachtung

Erschöpft und glücklich schlagen wir unser Lager für die nächsten 2 Nächte im Raglan Holiday Park auf. Dieser liegt an einem kleinen Ausläufer des Meeres mit direktem Strandzugang. Ein kurzer Weg und eine Brücke führen in den charmanten Ort. Wir machen eine kurzen Spaziergang ins Town, gönnen uns ein Hokey Pokey Eis und wollen zum Sonnenuntergang zurück an den Ngarunui Beach. Wir kommen rechtzeitig zur Golden Hour, schlendern Barfuß am Meer entlang und genießen den bisher schönsten Sonnenuntergang unserer Neuseeland Reise. Wenn es einen perfekten Reisetag gibt, ja dieser ist es gewesen!

Kosten $48 unpowered campsite, 2 pax00

Raglan Beach
Paar beim Camping Road Trip
Paar Surfen am Strand
Raglan Strand

Tag 15

Raglan | Sun, Surf & Soul

Ein Tag ganz nach dem Motto dieses Surf Towns „Sun, Surf & Soul“.

Nach einem entspannten Frühstück am Camper bei Sonnenaufgang, machen wir einen Ausflug ins Town. Jetzt am Vormittag ist noch alles sehr verschlafen. Wir schlendern durch die Gassen mit all den kleinen süßen Cafés, Kunstgeschäften, Surfshops & Boutiquen, allesamt mit Produkten aus der Umgebung, von lokalen Künstlern und aus hiesigen Rohstoffen.

Wir chillen bei einem Kaffee im Raglan Roast und nehmen gleichnamige Kaffeeröstung direkt als Andenken mit, um den Beach & Surf Vibe zu Hause nochmal genießen zu können.

Anschließend, wie soll es anders sein, geht es für uns wieder an den Beach. Diesmal leihen wir uns nur ein Surfboard, allerdings für den ganzen Tag (Kosten inkl. Wetsuits $45). Wir suchen uns ein chilligen Platz am Strand und verbringen den restlichen Tag abwechselnd mit Surfen, Sonnenbaden, Chillen und das Ganze von vorn! Geht es nach uns, könnte das so noch Wochen und Monate weitergehen. Dieser Ort wird uns noch lange in Erinnerung und im Herzen bleiben.

Raglan Town
Raglan Centre
Frau mit Surfbrett am Strand
Surfer an einem Strand
Ausblick aus dem Campingbus auf das Meer

Tag 16

Raglan nach Hahei | Whangamata | The Lost Spring

Fahrzeit 2h45

Unsere Zeit in Raglan ist leider schon wieder vorbei. Wir haben noch einige Stopps vor uns und so geht es für uns weiter an die Westküste, an die Coromandel Peninsula.

In Whangamata wollen wir eigentlich an den gleichnamigen Strand, allerdings ist es ein trüber und regnerischer Tag. Einen Blick werfen wir dennoch und schauen uns anschließend kurz die Stadt an. Viel zu sehen gibt es nicht. Eine große Hauptstraße, an der sich zahlreiche Läden, Restaurants und Cafés reihen. Insgesamt ein sehr touristischer Ort. Wir kehren im „Soul Burger“ ein zum Lunch. Daumen hoch, absolut leckere Burger (auch vegan). Die Online Bewertungen haben in diesem Fall nicht gelogen.

Da es immer noch regnet, ändern wir spontan den Plan. Und was bietet sich an einem ungemütlich, verregneten Tag am besten an – richtig, ab zum Wellness.

Nach kurzer Recherche stoßen wir auf The Lost Spring in Whitianga. Hierbei handelt es sich um natürlich, heiße Thermalpools, inmitten von tropischen Wäldern und entspannten Geräuschen von fließendem Wasser und Vogelgezwitscher. Die Fahrzeit beträgt 1h15.

Der Eintritt beträgt $60 pro Person für 4 Stunden. Es gibt sowohl kürzere, als auch längere Optionen.

Zum Glück haben wir eigene Handtücher dabei und sparen uns so zusätzliche Kosten. Es gibt mehrere Pools auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlichen Temperaturen. Wir genießen das Bad im heißen Wasser und bekommen leckere Cocktails direkt an den Pool serviert. So lässt es sich leben.

Tiefenentspannt und mit aufgeweichter und schrumpeliger Haut fahren wir im Anschluss weiter nach Hahei. Fahrzeit knapp 0h30.

 

Übernachtung

Wir campen wild an auf einem Parkplatz im Towncenter in der Nähe der öffentlichen Toilettenhäuschen.

Kosten $0

Tag 17

Hahei nach Wooleys Bay | Cathedral Cove | Whangarei Falls

Fahrzeit 5h00

Wir stehen früh auf, da wir vor den Massen am Cathedral Cove sein wollen, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf der Coromandel Peninsula.

Um 6 Uhr marschieren wir also am Parkplatz los. Vom Town-Center sind es ca. 20min bis zum Ausgangspunkt des Tracks, gleichzeitig Drop-off Zone für Ausflugsbusse.

Von hier aus führt ein Weg oben am Kliff entlang und dann hinunter in die Bucht. Insgesamt braucht man dafür etwa 30-45min. Unten angelangt erblickt man sofort den riesigen bogenförmigen Höhlendurchgang in einem weißen Felsvorsprung, der zwei abgeschiedene Buchten verbindet. Der an eine Kathedrale erinnernde Bogen lässt den Ort majestätisch und imposant wirken. Der Sandstrand mit Schatten spendenden Pohutukawa-Bäumen entlang des Ufers ist ein idealer Ort zum Schwimmen und für ein Picknick.

Es gibt seit kurzer Zeit auch einen neuen Weg, welcher im Town-Center startet und ausgeschildert ist. Dieser ist etwas kürzer, führt dafür aber nicht an der malerischen Küste entlang. Wir würden daher davon abraten, wer allerdings wenig Zeit hat – definitiv eine Option.

Man sollte sich vorab über die Gezeiten erkundigen, denn bei Flut kann man nicht durch den Felsbogen hindurch, da dieser unter Wasser steht. Also sei schlau und informiere dich und werde nicht enttäuscht.

Es gibt auf dem Track mehrere Aussichtspunkte und Pfade u.a. zum Stingray Bay. Wir verbringen eine gute Stunde hier am noch fast Menschenleeren Strand, spazieren barfuß durch den Sand und genießen den Sonnenaufgang. Zurück laufen wir entlang der Küste, diesmal allerdings bis zum Hahei Beach. Hierzu einfach der Beschilderung auf dem Track folgen. Man braucht genauso lang, wie vom Parkplatz/Drop-off, allerdings mit wesentlich schönerer Aussicht. Auch der Hahei Beach ist einfach traumhaft schön.

Kleiner Tipp zum Parken:

Da es hier tagsüber sehr voll ist, gibt es am Ortseingang einen kostenpflichtigen großen Parkplatz, von wo aus man noch mal 20-30min in den Ort zu Fuß benötigt. Diesen solltest du allerdings meiden und stattdessen eine der folgenden Optionen nehmen:

  • Kostenfrei Parken im Town-Center (neben dem Toilettenhäuschen)
  • Kostenfrei am Hahei Beach
  • Wenn auch diese alle belegt sind, bieten Anwohner ihre Einfahrten und Grundstücke zum Parken an entlang des Weges zum Ausgangspunkt. Man zahlt hier $10 unabhängig von der Dauer. Dafür einfach auf die Schilder vor den Häusern und Grundstücken achten und hupen, wenn du davor stehst. Klingt seltsam, ist hier aber Gang und gebe. Also keine Scheu!

So sparst du viel Geld und Zeit im Vergleich zum kostenpflichtigen Parkplatz am Ortseingang.

Zurück am Camper fahren wir direkt an den Hahei Beach und genießen ein Frühstück direkt am Strand mit sagenhafter Aussicht.

Weiter geht´s Richtung Norden zur Bay of Islands. Wir fahren etwa 4h30 und machen Stopp an den Whangarei Falls.

Vom Parkplatz führt ein 10min Weg zu den imposanten Wasserfällen. Man hat von überall eine tolle Aussicht, es gibt eine kleine Brücke und man kommt direkt ran bis zum Fuße des Wasserfalls. Absolut empfehlenswert.

 

Übernachtung

Wir fahren weiter an die Küste und finden über die Campermate App einen idyllischen Stellplatz direkt am Meer in Wooleys Bay (Wolleys Bay Western Carpark). Hierbei handelt es sich um einen kostenfreien DOC Campsite direkt am Strand hinter den Dünen. Was will das Campingherz mehr. Es gibt keine Duschen o.ä., dafür ein Toilettenhaus und Waschbecken. Wer braucht schon eine Dusche, wir springen kurzer Hand in die Wellen!

Da es nur ca. 6 Stellplätze gibt, auf denen man offiziell campen darf, besser rechtzeitig ankommen.

Wir kochen ein Dinner, genießen dieses in den Dünen mit Blick auf das Meer. Ein weiterer Kneif-mich-mal-Moment!

Kosten $0

Paar beim Wandern
Cathedral Cove
Cathedral Cove
Frau beim Strandspaziergang
Cathedral Cove Beach
Paar steht vor Wasserfall
Whangarei Falls
Wasserfall im Dschungel

Tag 18

Wooleys Bay nach Russell | Whale Bay | Elliot Bay

Fahrzeit 2h00 via Elliot Bay

Nach einer tollen Nacht mit Meeresrauschen geht es für uns nach dem Frühstück nur 3min Fahrzeit weiter zur Whale Bay. Es gibt hier am Straßenrand einen kleinen Parkplatz, von wo aus ein Track ca. 15min zum Strand führt. Wir machen Stopp an dem ersten Aussichtspunkt und genießen den Blick die Küste entlang. Kurze Zeit später sind wir angekommen an der Bucht. Es gibt nur einen  kleinen schmalen Strandabschnitt zum Liegen, zumindest bei Flut. Wir sammeln Muscheln, springen ausgelassen ins kristallklare Meer und schwingen auf der Strandschaukel. Selbst nach 18 Tagen sind wir wieder einmal überrascht von der unglaublichen Schönheit dieses Landes.

Es zieht uns weiter nach Elliot Bay (ca. 1h30 Fahrzeit). Wenn schon an den anderen Stränden nicht viel los war, das hier ist ein absoluter Geheimtipp. Eine traumhaft schöne und einsame Bucht. Wir machen Picknick, spazieren am Strand entlang und auf den angrenzenden Hügel. An dieser Stelle spare ich mir einfach mal weitere Superlative…

 

Übernachtung

Nur 30min später sind wir in Russell und checken ein auf dem Russell Top 10 Holiday Park.

Auch hier fehlt es uns an nichts. Absolute Herzensempfehlung.

Kosten $54 unpowered campsite, 2pan

Drohnen Foto auf eine Bucht
Whale Bay
Whale Bay Drone picture
Paar schaukelt am Strand
Whale Bay Beach
Elliot Bay Beach
Elliot Bay

Tag 19

Russell | Bay of Islands

Russell dient uns als Ausgangspunkt für eine Segeltour durch die Bay of Islands (Alternativ ab Paihia). Die Bay of Islands liegt weit oben auf der Nordinsel an der Ostküste und besteht aus 144 Inseln. Das subtropische Klima ist ein wahres Paradies. Segeln, Kajakfahren, Tauchen, hier ist für jede Wasserratte etwas dabei.

Wir haben bereits 2 Tage vorab eine Segeltour gebucht mit phantomsailingbayofislands.com. Diese Tour finden wir auf Airbnb. Kosten sind $266 für 2 Personen. Lunch ist inklusive auf dem Segelboot, sowie ein Stopp an einer Insel zum Baden und Erkundungstour. Dauer der Tour ca. 5h30. Es gibt diverse Anbieter mit unterschiedlichen Touren, Zeiten & Preisen, so dass jeder auf seine Kosten kommt.

Wir treffen uns morgens bei strahlendem Sonnenschein mit Captain Rick und seiner Frau Robin am Hafen. Weitere Tagesausflügler gesellen sich dazu und wir sind insgesamt 10 Leute plus Crew (Rick & Robin). Das Segelboot bietet ausreichend Platz um an Deck zu liegen und die Tour zu genießen. Es gibt eine kleine Kabine, sowie Toilette an Board.

Eine kurze Einweisung und schon legen wir ab. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Es weht der perfekte Wind zum Segeln, wir haben blauen Himmel und feinsten Sonnenschein. Wir sind ca. 1h30 unterwegs, schippern übers Meer, Rick & Robin erzählen von ihren zahlreichen Segelabenteuern in den letzten 20 Jahren, wir staunen, lachen viel und könnten ein weiteres Mal die Zeit anhalten und diesen perfekten Moment für die Ewigkeit festhalten.

Wir machen Stopp an der Waewaetorea Island. Mit einem kleinen Beiboot legen wir am Strand an und sind direkt sprachlos. Türkisblaues Meer, strahlend weißer Sandstrand und saftig grüne Hügel. Wir lassen uns in den warmen Sand fallen, schweigen und genießen den Moment.

Ein Pfad führt über die Insel den Hügel zum höchsten Punkt hinauf. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick über die Bay of Islands, den Strand und die Segelboote. Ein Anblick, der sich in unsere Erinnerung eingebrannt hat.

Wir liegen noch ein bisschen am Strand und springen ins Meer. Insgesamt verbringen wir 1h30 auf der Insel bevor es wieder an Board geht. Hier hat Robin in der Bootskajüte ein unfassbar leckeres Lunchbuffet vorbereitet. Es gibt frischen Fisch, selbstgemachte Quiche, frischgebackene Kuchen und hausgemachten Eistee. Wir liegen an Deck, schlagen uns die Bäuche voll, schauen aufs Meer und machen High Five to Life!

Im Anschluss segeln wir zurück nach Russell, wo wir gegen 16 Uhr wieder anlegen.

Wir schlendern durch den Ort, kaufen ein paar Andenken in den lokalen Boutiquen, gönnen uns ein Eis und lassen diesen perfekten Tag ausklingen.

 

Übernachtung

Russell Top 10 Holiday Park

Kosten $54 unpowered campsite, 2pax

Russell Bay of Islands
Bay of Islands
Frau steht auf einem Segelboot
Phantom Sailing
Blick von einem Hügel auf eine Bucht
Waewaetorea Island
Ausflug auf einem Segelboot
An Deck liegend auf einem Segelboot

Tag 20

Russell nach Orewa | Art n Soul Tattoo

Fahrzeit 3h30 via Whangarei

Unser Road Trip neigt sich dem Ende. Wir verlassen Russell mit tollen Erinnerungen und Fahren Richtung Süden. Wir machen einen Zwischenstopp in Whangarei und da dieser Roadtrip im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut ging, lasse ich mir im Art n Soul Tattoo Studio ein Andenken stechen. Danke Paul für deine tolle Arbeit.

Unseren letzten Tag verbringen wir in Orewa, ein kleiner Ort kurz vor Auckland. Es gibt viele Cafés, Shops, eine tolle Strandpromenade und den wunderschönen Orewa Beach. Das Meer fällt hier flach ab und ist ideal zum Baden. Ein tolles Ausflugsziel für alle Aucklander und Familien. 

Wir schlürfen Kaffee, chillen die letzten Stunden am Strand und denken zurück an die letzten 3 Wochen. Was für ein Trip!

 

Übernachtung

Die letzte Nacht im Camper verbringen wir im Orewa Beach Holiday Park. Der Campingplatz liegt direkt am Strand, so können wir unseren letzten Sonnenuntergang in Neuseeland genießen.

Kosten $48 unpowered campsite, 2 pax

Tag 21

Orewa nach Auckland

Fahrzeit 0h45

Wir stehen früh auf und springen das letzte Mal ins Meer zum Sonnenaufgang und dann heißt es schon Abschied nehmen. Wir packen unsere sieben Sachen zusammen und fahren nach Auckland. Heute müssen wir den Camper abgeben. Die Abgabestation befindet sich direkt am Flughafen, von wo es nächsten Morgen zurück nach Deutschland geht.

Wir checken im Naumi Hotel Auckland Airport ein. Nach 3 Wochen im Camper gönnen wir uns ein wenig Luxus. Ein tolles Hotel mit vielen Annehmlichkeiten. Der perfekte Abschluss!



Fazit unseres 3 Wochen Neuseeland Road Trips

Diese Reise war in jeder Hinsicht ein Highlight. Für gerade Mal 3 Wochen haben wir unzählig tolle Erlebnisse gehabt, traumhafte Orte gesehen und den Road Trip in vollen Zügen genossen. Natürlich gibt es Orte, die wir gerne noch besucht hätten – Tongariro National Park, Mount Taranaki, Rotorua, Waitomo – um nur ein paar zu nennen. Wir würden diesen Trip allerdings jederzeit genau wieder so machen. Außerdem gibt es so genügend Gründe irgendwann noch einmal zurückzukehren.

Wir freuen uns schon jetzt!

Die Entscheidung, Neuseeland mit einem Camper zu bereisen, war gold richtig. Es ist einfach der beste Weg das Land zu sehen und zu erleben und Neuseeland ist wohl eines der besten Länder für einen Road Trip. Es gibt zahlreiche Campingplätze, Free Campsites und Orte, an den man Rast machen kann. Klar kostet ein Camper ein bisschen Geld, allerdings kann man an vielen anderen Dingen dadurch sparen. Wir haben Geld gespart, indem wir nicht in Hotels übernachtet haben und einfach unser eigenes Essen im Camper gekocht und nur gelegentlich „auswärts“ gegessen haben. Sind wir mal ehrlich das gehört auch einfach zu einem Road Trip dazu – Pasta & Tomatensauce aus der Campingküche, yummy!

Mit dem Camper konnten wir so viel erleben, Sonnenaufgänge über den Bergen direkt von unserem Bett aus beobachten und mit dem Meeresrauschen einschlafen und morgens erwachen, das bietet dir wohl kaum ein Hotel.

Es war aktiv, abwechslungsreich, anstrengend, schön, unvergesslich, atemberaubend, nass, heiß, neu, aufregend und einfach unvergesslich!

Goodbye New Zealand & see ya soon!


Wir hoffen, dir hat unser Neuseeland Post gefallen.

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